Dorfgeschichte Hesselbachs
1338
Erste urkundliche Erwähnung
Die Ortschaft Hesselbach wird erstmals urkundlich erwähnt. der Frankenwaldort besteht aus vier Gütern. Es gibt hier einen Ansitz und eine adelige Dorfherrschaft. Zwei Güter aus Hesselbach schenkt der hiesige Ortsadel, Heinrich von Zeyern zu Hesselbach, dem Kloster Langheim.1517
Erste dokumentierte Wappen
Wappen und Inschrift auf einem Grabdenkmal des Hesselbacher Ortsadels im Friedhof von Lahm verweisen auf einen dortige Grablege der Herren von Zeyern zu Hesselbach, ursprünglich wohl in der Kirche- seit dem 19. Jahrhundert an der Friedhofsmauer.
1565
Erste urkundliche Erwähnung von Geschwend
Der zu Hesselbach gehörende Weiler Geschwend wird als Brandrodungssiedlung am Hang des Kremnitztales erstmals urkundlich erwähnt. Zunächst besteht er aus zwei Einödhöfen.1612
Adelswechsel
Das Geschlecht der Herren von Zeyern zu Hesselbach erlischt: Nachfolger wird ein adeliger Herr von Feilitzsch.1643
Ein neues Adelsgeschlecht zieht in Hesselbach ein
Es ist die Familie von Varell. Der neue Schlossherr stammt angeblich aus der Mark Brandenburg. Aufzeichnungen berichten davon, dass der neue Schlossbesitzer aus seiner pommerschen Heimat Bauern und Handwerker mit nach Hesselbach und Umgebung bringt, die er hier ansiedelt.1670

Erneuter Adelswechsel
Christian Joachim von Varell stirbt ohne männlichen Nachfolger. Besitzer der Hesselbacher Schlossherrschaft wird nun Wolf Adolf von Marschall. Er stammt aus einem thüringischen Adelsgeschlecht (aus Altengottern an der Unstrut) und war lange Zeit im Dienst der Markgrafen von Bayreuth-Kulmbach. Begraben ist er in der Schlosskapelle in Brand bei Marktredwitz. Das Marschall-Wappen und sein imposantes Grabdenkmal sind dort noch ersichtlich. Ein von ihm angeschaffter Kanzelaltar steht heute noch in der Schlosskapelle in Brand im Fichtelgebirge.Erfolglos ist hier im katholischen Frankenwaldort Hesselbach sein Bemühen, den evangelischen Glauben einzuführen.
1722-1726
Zähe Verhandlungen mit Lahm
Zäh und langwierig verlaufen die Fronverhandlungen zwischen Hesselbach und Lahm wegen des bevorstehenden Kirchenneubaus (1722-1726) in Lahm.1730
Gründung Wilhelmsthals
Wegen zunehmender Verschuldung verkauft Schlossherr Wilhelm Gottfried von Marschall Ländereien am Südhang des Eichsberges und nennt die sich rasch vergrößernde Siedlung Wilhelmsthal.
1770
Kirchenweihe
Nach 44 Jahren erhält die Barrockpfarrkirche in Lahm ihre Weihe. Sehr Prunkvoll sind die Einweihungsfeierlichkeiten.1791

Ein Teil Hesselbachs wird preußisch
Die beiden markgräflichen Güter der Markgrafenschaft Bayreuth in Hesselbach gehören nun zum Königreich Preußen, während die zwei anderen Güter in Hesselbach wie Lahm dem Bamberger Fürstbischof unterstehen.1806
Bayern und Preußen in Hesselbach
Nachdem die bischöflichen Höfe in Hesselbach an das Kurfürstentum Bayern übergegangen waren, gehörten nach Gründung des Königreichs Bayern je zwei Güter zum Königreich Bayern und zwei zum Königreich Preußen.1810
Aus Preußen werden Bayern
Nach Anschluss der Markgrafschaft Bayreuth an des Königreich Bayern, sind alle Hesselbächer Güter in bayerischer Hand.1812
Die Schlossfamilie von Marschall verarmt
Die Grundstücke, Wiesen und Wälder werden verkauft. Der Jude Abraham Hirsch aus Küps ist meist der Käufer. Einstige Flur- und Straßennamen sind als Erinnerung an den einstigen Besitzer geblieben: "Schlossäcker", "Judenwieslein", "Judenholz" usw.1823
Ein Schulhaus wird gebaut
Das vermutlich erste Schulgebäude in Hesselbach wird errichtet. Zuvor wurden Kinder privat in Bauern- und Handwerkshäusern unterrichtet.
1848
Hesselbacher Patrimonialgericht wird aufgelöst
Das Schloss fällt an den bayrischen Staat. Freiherr von Marschall verlässt Hesselbach und ist als Forstmeister in Neustadt an der Kuhn tätig.1860

Abriss des Schlosses
Wegen Baufälligkeit muss das frühere Schlossgebäude abgerissen werden. Ein Bauernhaus wird in der Nähe errichtet. Dieses fiel 1911 einem Brand zum Ofer und wurde durch einen Neubau ersetzt.1871
Gründung der VSK
Gründung des Krieger- und Soldatenvereins Hesselbach auf Initiative des hiesigen Kriegsteilnehmers und -heimkehrers Johann Schneider.1896
Gründung der FF Hesselbach
Die Freiwillige Feuerwehr Hesselbach wird gegründet. Zusätzlich gibt es jetzt in Hesselbach ein Standesamt.
1914-1918
Erster Weltkrieg
Die Gemeinde Hesselbach betrauert 21 Gefallene, zwei Vermisste und zwei in der Heimat verstorbene Soldaten.1920
Gründung des SPD-Ortsverbandes Hesselbach
1929
Beginn der Blasmusiktradition in Hesselbach

Drittes Reich
Alle Vereine werden aufgelöst. Die Gemeinde Hesselbach betrauert 31 Gefallene und 14 Vermisste Soldaten.1945
Nachkriegszeit
Flüchtlingsfamilien aus dem Sudetenland finden in Hesselbach eine neue Heimat. Anton Stadelmann wird neuer Bürgermeister und führt dieses Amt 21 Jahre aus.1946
Gründung des CSU-Ortsverbandes Hesselbach
1952
Gründung des Hesselbacher Motorsportclubs (MSC)
1955
Gründung des KAB Ortsverbands Hesselbach/Lahm
1959

Neue Schule
Unter Bürgermeister Stadelmann wird der Grundstein für die neue Schule am Schlossacker gelegt.1963
Gründung des SSV Lahm/Hesselbachs
Die kirchliche Zusammengehörigkeit der zwei Nachbardörfer setzt sich auf sportlicher Ebene fort.1966
Neuwahlen
Georg Appel wird neuer Bürgermeister der Gemeinde Hesselbach. Zusammen mit seinem Gemeinderat bringt er mit zahlreichen Innovationen das Dorf- und Gemeindeleben voran.
1973
